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Irgendwo müssen wir die ganzen edlen hochprozentigen Tropfen über die wir so gerne schreiben langsam mal unterbringen. Etwas Passendes gefunden haben wir allerdings noch nicht so wirklich – entweder zu groß, zu auffällig, zu langweilig oder zu unpraktisch. Wir wollten jetzt auch nicht gleich eine ganze Bar in die Redaktion einbauen. Heute hat unsere Suche allerdings ein Ende – dem aufstrebenden Designer Matthias Lehner sei Dank. Seine moderne Interpretation des klassischen Barschranks finden wir nämlich mehr als fantastisch.

Aber first things first – erst mal was zum jungen Talent aus München selbst. Nachdem er vor sechs Jahren erfolgreich das Diplom im Bereich Industrie Design erhalten hat, hat er bei verschiedenen Design Büros in Deutschland und Dänemark seinen Horizont erweitert und Erfahrungen gesammelt. 2011 hat er festgestellt, dass man sich selbst immer noch der beste Chef ist und den Startschuss für sein eigenes Studio in München gegeben. Nebenher macht er noch den Freelancer für unterschiedliche große Firmen wie Villeroy & Boch und arbeitet bei Studio Christian Haas in Portugal. Tja, manche Leute haben’s halt einfach drauf.

Aber zurück zu unserer Alkohol-Verwahr-Stätte mit dem Namen „FLAP“. Die einfache, aber extrem stylische Box aus Holz verbirgt das ein oder andere kleine Geheimnis. Sieht sie auf den ersten Blick ganz harmlos und unschuldig aus, erkennt man bei weiterer Betrachtung die vielen Details, die sie so besonders macht: Wird sie aufgeklappt, gibt es im hinteren Teil ausreichend Platz für Flaschen und Gläser, wohingegen der vordere Bereich zu einer Ablagefläche aus Spiegelglas umfunktioniert wurde. Ergänzt wird das geometrische Design durch farbige Akzente. Schlaumeier Anmerkung aus der Redaktion: Wer der 0,0%-Promille Grenze treu bleibt, kann natürlich auch anderes Zeugs verstauen, das ansonsten planlos in der Wohnung steht oder lieber extravagant versteckt werden soll.

Talent wird belohnt: Matthias hat mit seinem FLAP den zweiten Platz beim Bolia Design Award 2015 abgestaubt und wartet jetzt zusammen mit uns sehnsüchtig auf Mitte 2016 – ab da können wir unseren neuen Mitbewohner dann auch kaufen. Aber wir wissen ja, Geduld ist eine Tugend. Wer vorher schon neugierig ist, was Matthias noch so in seinem kreativen Hirnstübchen produziert, kann sich ja schon mal durch seine Website klicken. Wir wollen nicht zu viel verraten, deswegen: Macht ihr mal. Julia Knobe

 

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