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Ach, mit Trends ist das ja immer so eine Sache. Gerade war noch der metrosexuelle Typ ala David Beckham der Traum jedes Teenie-Mädchens bis 35, und von jetzt auf gleich kann sich keiner mehr vorstellen, dass babyweiche Gesichtshaut noch bei irgendjemandem erotische Gedanken auslöst, denn der Mann der Stunde ist lumbersexuell.
Das bedeutet folgende Attribute müssen her: ein wildwuchernder Bart, derbe Boots und ein Karohemd. Wer dann noch ein Motorrad besitzt, dem fliegen die Frauenherzen heutzutage nur so zu.
Soweit so einfach, wäre da nicht die Sache mit der Authentizität. Jeder kann sich einfach ein Karohemd anziehen und ein Motorrad fahren, cool ist man deswegen noch lange nicht.
Wer allerdings cool, sowie auch authentisch ist – und das schon seit zwanzig! Jahren – ist der Riders Room in St.Pauli, genauer gesagt in der Thadenstrasse.
Hier bekommen Menschen, dessen Herzen beim Anblick von urban Workwear schneller schlagen, ihre Lieblingsstücke von jenseits der Stange her.
Die Klassiker “for road and track” reichen von Motorradbekleidung, über robustes Schuhwerk, bis zu feinstem Zubehör.
Besitzer Sven Eden betreibt das Ladengeschäft mit viel Herzblut.
Seine Kunden bezeichnet er als große Familie, die sich hier bei ihm und seinem Team, das tief in der Motorkultur verwurzelt ist und weiß wovon es spricht, ausgesprochen wohl fühlt.
Geschätzt werden auch die sorgsam ausgesuchten Labels.
Tradition und Glaubwürdigkeit sind die Stichwörter die fallen, wenn es um die Auswahl geht. So zählt der Riders Room beispielsweise zu den ältesten Händlern von Aero Leather Jackets oder Red Wing Shoes in Deutschland.

Trend hin oder her, hier spielt es keine Rolle ob man absoluter Anfänger ist, oder schon ein alter Hase. Wenn das Herz am rechten Fleck sitzt, dann ist man in dieser irgendwie knarzenden, nach echtem Leder riechenden und heimeligen Athmosphäre willkommen und wird in die große Familie aufgenommen – auch wenn man bis jetzt nur ein Mofa fährt. Janny Schulte

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