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Keiner Mode folgen, sondern Mode überdauern – das ist seit über 55 Jahren das Leitmotiv des traditionsreichen Unternehmens mono, das in Zusammenarbeit mit verschiedenen Designern zeitlose Essbestecke und Tisch-Accessoires entwirft.

„Ein Stück Blech, das ein Besteck sein wollte“? Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Diese Erfahrung hatte auch Herbert Seibel zu machen, welcher gegen seinen Vater rebellierte, der bereits in dritter Generation das Familienunternehmen leitete. In den Nachkriegsjahren setzte man designtechnisch auf Gelsenkirchener Barock: eine ironische Bezeichnung für verspielte Schnörkel und überladene Ornamentik, die – wie der Name bereits verrät – vorwiegend in Gelsenkirchen populär waren. In dieser Zeit eine Besteckserie auf den Markt zu bringen, die aus industriellem Stahl besteht? Gänzlich sachlich und kantig, inspiriert von der geradlinigen Formgebung des Bauhaus-Stils – in den 1950er Jahren unvorstellbar. Und heute? Ein Designklassiker.

Die mono-a Serie, und damit besagtes „Stück Blech, das ein Besteck sein wollte“, hat es bis heute nicht nur geschafft eine ganze Marke zu etablieren und als Design-Besteck unzählige Preise abzustauben – sogar ein fester Platz im ein oder anderen Museum der Moderne ist ihm sicher.

Heute wird die mono Manufaktur in 5 Generation geführt. Von ihrer Raffinesse und ihrem Spirit hat sie nichts eingebüßt. Tabea Albrecht

 

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