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Mitten in Dontown Manhattan, um genau zu sein in NoLita nahe der U-Bahnstation Bleecker Street, liegt ein kleiner Gemischtwarenladen. Sein Name: Love, Adorned. Stars, Moderedakteure und Fotografen geben sich in dem unspektakulären Flachbau die Klinke in die Hand, denn zu den extravaganten Einzelstücken, die hier verkauft werden, liefert Inhaberin Lori Leven die Geschichten gleich mit dazu.

Was haben die alte Birke ganz vorn im Laden, die bemalte Löwenfigur im Regal und das Amulett mit der Goldfassung gemeinsam? Nichts, außer dass sie zum Sortiment von Love, Adorned zählen. Und das haben die drei – stellvertretend für alle anderen Artikel, die in antiken Borden, alten Obstkisten und von der Decke baumelnd präsentiert werden – ihrer persönlichen Geschichte zu verdanken.

Was auf den ersten Blick so zusammen gesucht und beiläufig wirkt, folgt einer strengen Choreografie – alles, was bei Love, Adorned verkauft wird, hat Lori Leven nicht nur aus den verschiedensten Winkeln der Welt persönlich zusammen getragen, sie arrangiert die Stücke wie ein Kurator die Werke für eine Ausstellung. In ihrem Laden haben die Kunden die Chance, etwas zu finden, von dem sie gar nicht wussten, dass sie danach suchen – und gehen dann mit einer Halskette nach Hause, die den Wert eines Kleinwagens besitzt. Lori hatte sie fast nachlässig in eine halb offene Schublade gelegt, mehr versteckt als dekoriert. Das Prinzip funktioniert.

Dass Lori Leven wirklich so ziemlich alles verkaufen kann, sogar das, was der Kunde gar nicht richtig zu sehen bekommt, beweist sie wie zum Spaß mit Schals aus Wollcrepe, die sie so hoch über den Köpfen an einem Reck drapiert, dass niemand sie richtig betrachten geschweige denn anfassen kann. Trotzdem – oder gerade deswegen: Die Schals sind ein Bestseller.

Wer dummerweise gerade keine Zeit hat, den kleinen Gemischtwarenladen zu besuchen, muss sich mit dem Onlineshop trösten. Aber keine Sorge, auch hier geht es sehr ausgefallen zu. Eben Love, Adorned.