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Wir denken uns alle nichts Böses dabei, wenn wir uns tagsüber als kleinen Energiekick einen frischen Kaffee holen. Egal ob klassisch mit Milch und Zucker beim Bäcker um die Ecke oder mit exotischen Geschmacksrichtungen, Sojamilch und Schokosirup. Eins haben sie nämlich alle gemeinsam – den praktischen To-Go Becher.

Wie gesagt, praktisch ist er – dank Deckel schwappt nichts über und den müßigen Gang zur Spülmaschine können wir uns ebenfalls sparen. Was wir dabei aber auch alle jeden Tag vergessen, ist die Tatsache, dass jeder unserer To-Go Becher ein Stück Umweltverschmutzung bedeutet. Kleinvieh macht auch Mist. Auf ganz Deutschland gerechnet, in dem wir immerhin im Jahr 2013 einen Kaffeeverbrauch von 165 Liter pro Kopf hatten, wirkt das Problem dann doch nicht mehr so klein. Sind übrigens in etwa 6,4 Milliarden Becher, die da jährlich weggeschmissen werden.

Abigail Forsyth und ihr Bruder haben Ende der 90er Jahre ein kleines Café in Melbourne eröffnet. Nach einigen erfolglosen Versuchen ihre Kunden zu animieren, auf To-Go Becher zu verzichten, indem sie ihnen wieder verwendbare Becher mit auf den Weg gaben, die aber irgendwie niemand so richtig ins Herz geschlossen hatte – zu schwer, zu uncool, zu unpraktisch – haben sie nach vier Jahren intensiver Überlegungen den Schritt gewagt ihren eigenen ‘reusable cup’ zu entwerfen und zu produzieren. Das Ergebnis ist der KeepCup und der kann sich sehen lassen.

In klein für die Männer, die ohne ihren starken Espresso nicht aus dem Haus gehen wollen, in groß für die Damenwelt, die sich weigert den Tag ohne einen Latte Macchiato zu starten. Kunterbunt, für die gute Laune oder klassisch in dezenten Farben, damit man nicht auffällt. Wer in den verschiedenen Serien nichts findet – was wir uns kaum vorstellen können – kann sich in wenigen Schritten auch seinen eigenen designen. Wilde Farbkombinationen inklusive.

In Deutschland gibt es momentan nur 13 Händler, bei denen man seinen KeepCup ergattern kann. Das soll aber nicht vom Kauf abhalten, denn wir leben ja zum Glück im Zeitalter des Internets und können daher auch ganz einfach online bestellen. Es ist mal wieder ein kleiner, aber sehr feiner Schritt in die richtige Richtung – und den unterstützen wir sehr gerne. Julia Knobe

 

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