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Einmal die Welt aus den Augen von Gunnar Rönsch und Stephen K Molloy sehen – das wär’s! Während wir durch diese bunte Welt stiefeln und schon Probleme dabei haben uns einmalige Momente, faszinierende Landschaften und seltene Ornamente einzuprägen und festzuhalten, haben die beiden studierten Architekten die Fähigkeit aus genau ebensolchen Erinnerungen etwas zu kreieren, was unsere Gefühlswelt ins Wanken bringt – rein positiv gesehen natürlich. Grenzenlose Begeisterung vermischt sich mit ungläubigem Erstaunen, beschwingter Leichtigkeit und tiefer Bewunderung für die Werke, die sich so einfach in unseren Alltag integrieren lassen und doch so unersetzlich sind.

Wo fangen wir an, wo hören wir auf? Vielleicht versuchen wir erstmal zu verstehen was in den beiden kreativen Köpfen vor sich geht und woher sie ihre Motivation und Inspiration nehmen. Glücklicherweise haben die zwei experimentierfreudigen Möbelmacher da schon etwas vorbereitet: ein 5-Punkte-Manifest nach dem sie arbeiten und leben.

Punkt eins: Muster ist für die beiden nicht gleich Muster. Statt einfach nur zu betrachten was sich vor ihren Augen befindet, interpretieren, spekulieren und entwickeln sie eine ganz eigene Anordnungs-Logik von Dingen, die wiederum einmalige und unverwechselbare Muster für ihre Arbeiten offenbaren. Punkt zwei: Auch Imperfektion kann perfekt sein. Nicht nur wir Menschen, auch Möbelstücke und Interieur-Accessoires dürfen Ecken und Kanten haben, die ihnen einen charakterstarken Ausdruck verleihen. Drittens: Das Ordnen einzelner Elemente, ganz nach dem Motto „wenn schon Chaos, dann kontrolliert“.

Aber damit nicht genug, denn auch der vorletzte Punkt gibt uns lehrreiches mit auf den Weg: Ständige Wiederholungen verschönern das Leben. Je öfter man etwas sieht, tut und hört, desto besser lernt man es kennen, desto interessanter wird es und desto mehr lernt man es schätzen. Wiederholungen sind in! Nur bei Fehlern bleiben wir dabei: Die macht man besser nur einmal. Ach und fünftens: Der Weg ist das Ziel. No more words needed.

Jetzt, da wir zumindest verstanden haben, wie die beiden bei der Gestaltung ihrer Prachtstücke vorgehen, wollen wir euch zumindest noch von einem Teil vorschwärmen, in das wir uns sofort verliebt haben und das uns den Alltag stilvoll erleichtert: die Schale „Push“. Auch wenn wir ja bekanntlich keine großen Mathematik-Fans sind – „Push“ beweist, dass auch Mathe magisch sein kann und eignet sich bestens um unser wertvolles Hab und Gut stets sortiert zu halten. Besondere Eigenschaft: Sie lässt sich von uns ganz nach Lust und Laune verformen. Ganz ohne fundamentale Widerworte. Julia Knobe

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