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Was macht ein ehemaliger Wirtschaftswissenschaften-Student, der keine Lust auf eine Karriere als Banker hat, der das Kochen liebt, seinen Ruf als selbsternannte faule Socke ablegen will und der Bock darauf hat, sein eigenes Ding zu machen? Er verkauft Kochtüten! Und zwar von Montag bis Freitag in unserer Lieblings-Hansestadt Hamburg an der U-Bahn Station „Hoheluftbrücke“.

Wenn wir einen langen Tag hatten, unser Magen grummelt und wir missmutig daran denken, dass unser Kühlschrank uns Zuhause mit gähnender Leere erwartet… ist der Tag gelaufen. Das heißt nämlich im Umkehrschluss, dass wir uns erstmal Gedanken machen müssen, was genau eigentlich im Kochtopf landen soll, wir uns mit unzähligen anderen, gestressten Workaholics eine Supermarktkasse teilen müssen und die Regale mit dem frischen Gemüse schon so gut wie leer geplündert sind. Unser Retter des Abendessens ist zweifelsfrei Chris, der mit seinem umgebauten Fahrrad ab 16.30 Uhr bereit steht, um uns mit seinen genialen Kochtüten zu versorgen: Saisonales Gemüse vom Markt, abwechslungsreiche Rezepte – die auch Null-Sterne-Köche locker nachkochen können – und umweltfreundliche Mengen.

Hipster-Food-Trends kommen bei Chris übrigens nicht in die Tüte – zumindest nicht bewusst. Auf der wöchentlichen Speisekarte, die Chris auf seiner Website veröffentlich, können sowohl Fleischfanatiker, Veganer, Bio-Fans als auch Low-Carb-Esser sich den Wochentag und das Gericht raussuchen, das am besten zu ihrer Ernährungsweise passt. Eins ist sicher: Hier ist für jeden was dabei. Und zwar ganz unkompliziert und flexibel, ohne zwanghaftes Abo und ohne Mindestabnahme.

Wer jetzt Hunger bekommen hat, lasse sich sagen: Seid schnell! Denn wenn die begehrten Tüten weg sind, sind die Tüten weg. Und das würde uns unser Magen nie verzeihen. Julia Knobe

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