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Ein Freitagmittag im November in der schönen Hansestadt und wir warten geduldig mit anderen Presse-Menschen darauf, dass sich die Tore der blickfang für uns öffnen. Die internationale Designmesse ist mit sechs Standorten, jährlich 90.000 Besuchern und rund 700 Ausstellern das größte Design-Shopping-Event Europas und wir sind gespannt, welch’ spannende Entwürfe wir entdecken werden.

Gespannt sind wir natürlich auch auf den diesjährigen Kurator der blickfang, den Möbeldesigner und –produzenten Nils Holger Moormann, der es sich in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht hat, die Messe zu begleiten, zu beraten und voranzutreiben.

 

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Während der Großteil der Aussteller noch mit dem Aufbau beschäftigt ist, ziehen wir los und beginnen unseren Rundgang.
Der erste Halt ist eine gelungene Überraschung, stellt hier doch der Hamburger Möbeldesigner Jan Cray seine Designs vor, mit dem wir erst kürzlich ein spannendes fundstücke-Interview geführt haben. Glücklicherweise sind wir dadurch über alle Details seiner Arbeit informiert, denn leider ist das Gewusel in der Messehalle doch so laut, dass man kaum etwas von den Erläuterungen des blickfang-Teams versteht.

Nun denn, selbst ist die fundstücke-Frau und somit startet der unabhängige Streifzug von Stand zu Stand und Aussteller zu Aussteller in altbewährter „Do-it-yourself“-Manier.

Und schon treffen wir abermals auf alte Bekannte: Natasa Vuckovic, dem kreativen Mastermind hinter NAVUCKO. Die detailverliebten, papierigen Botschaften der gebürtigen Hamburgerin überzeugten uns vor rund einem halben Jahr so sehr, dass ihr ein besonderer Platz im Fundstücke-Magazin sicher war. Natürlich ist die Freude groß, als wir ihr das Belegexemplar nun gleich persönlich überreichen konnten. Nachdem wir zufälligerweise nur „alten Hasen“ begegnet sind, wurde es allerhöchste Zeit für Neues von der Möbel-, Food- und Designfront.

 

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Ethno-Tanten die wir sind, zieht es uns magisch zum Stand von „Colorblind Patterns“.
Da ist zwar nichts bunt, sondern alles ausschließlich in schwarz-weiß gehalten, aber die gefühlten tausend Muster der Stoffe machen die Federtaschen, Clutches, Kissen und weitere Accessoires zum echten Hingucker. Kommunikationsdesigner Daniel Arab entwirft alle Muster selbst und der Kunde kann zwischen fertigem Produkt, oder bedrucktem Stoff wählen. Das ist jetzt zwar nicht die bahnbrechende neue Geschäftsidee, aber die Umsetzung ist perfekt gelungen, die Produkte sind toll und man muss das Rad nicht neu erfinden um uns nachhaltig zu beeindrucken.

 

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Nachhaltig beeindruckt werden wir auch am nächsten Stand. Cengiz Hartmann aus Detmold ist gelernter Innenarchitekt und stellt Möbel aus Papier her. Nein, nein, wir meinen jetzt keine Möbel aus Pappe, sondern aus alten Zeitungen. Diese werden zusammen mit Wasser und Pigmenten unter großem Druck gepresst. So entstehen wunderbare Möbel und Wohnaccessoires, bei dem die verwendete Zeitung als solche nicht mehr erkennbar ist und die Idee des Recycelten in den Hintergrund tritt. Schlicht und schön sind die beeindruckenden Entwürfe des jungen Mannes und echte Fundstücke – so wie wir sie lieben.

Ein weiterer Kreativer, der uns mit seinen Designs imponiert, ist Jörg Höltje. Unter dem Namen „Studio Hausen“ vertreibt er sein LINK Regalsystem, welches durch Einfachheit und Funktionalität besticht. Auf das Wesentliche reduziert, erlauben die frei arrangierbaren Regalbretter und Hängevorrichtungen aus Stahl flexible und individuelle Konstruktionen. Genau das richtige für uns, brauchen wir doch immer wieder Platz für all den tollen Krimskrams, den wir immer entdecken und mit nach Hause schleppen.

 

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Dafür sind wir auf der blickfang ja genau am richtigen Ort. Hier kann geshoppt werden bis der Arzt kommt! Allerdings jetzt noch nicht – sind ja noch alle fleißig dabei, ihre Waren im bestmöglichen Licht den Kunden zu präsentieren, die schon ungeduldig vor dem Eingang mit den Füßen scharren. Gemäß dem blickfang-Motto „ Nur hier, nur heute, und nur, was schön und gut ist“ geht es hier die nächsten drei Tage rund. Ein Glück, dass wir die Chance hatten, ganz entspannt unsere neuen liebsten Fundstücke zu entdecken.

Ach so, unsere Freunde von der Presse haben wir dann abschließend noch in der blickfang-Lounge bei Stulle und Limonade getroffen – denn in Hamburg sagt man immer ordentlich „Tschüß“.

P.S. Wer es nun nicht nach Hamburg in die Deichtorhallen geschafft hat, um die fantastischen Entwürfe der rund 150 Kreativen zu bewundern und eventuell das neue liebste Fundstück zu ergattern, der muss nicht traurig sein, denn der blickfang-Onlineshop ist immer einen Besuch wert. Wem das nicht reicht, der sollte den nächsten City-Trip nach Zürich planen, dort findet in diesem Jahr vom 20. bis 22. November die letzte blickfang statt. Danach geht es dann erst wieder im März 2016 in Stuttgart weiter.